Initiative “Stolpersteine in Karben”
Initiativen-Kalender: 2017
Jahr 2017
Zur Transparenz der Abläufe innerhalb der Initiative  sind hier in zeitlicher Folge die einzelnen Aktivitäten aufgelistet für das 
„Klärchenweg“ in Burg-Gräfenrode verbindet die beiden Siedlungen Sohlberg 1 und Sohlberg 2 Zusatzschild mit Hinweisen zu Klärchen Kirschberg am 28. Juni 2017 um 18 Uhr „Ich habe mein Burg-Gräfenrode nie vergessen“, sagte Klärchen Kirschberg im Mai 2011 bei einer Veranstaltung im Karbener Bürgerzentrum bei ihrem letzten Besuch in ihrer Heimat. 1922 erblickte sie in der Freihofstraße in Burg-Gräfenrode das Licht der Welt und hatte, wie sie sagte, eine sehr glückliche Kindheit. Dass sie jüdischen Glaubens war, bereitete ihr im Dorf keinerlei Probleme. Einmal durfte sie sogar beim Krippenspiel in der evangelischen Kirche als Engel mitwirken: „Man hatte mir riesige - mit Gänsefedern beklebte - Flügel umgehängt“. Als die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden auch Burg-Gräfenrode erreichte, floh sie im April 1939 - mit 16 Jahren - mit einem Kindertransport nach London. Auch ihre Eltern sollten ihr nach England folgen, was aber einige Monate später der Beginn des Krieges zunichte machte. Erst nach dem Krieg erfuhr sie, dass ihre Eltern, wie fast alle ihre Verwandten, deportiert und ermordet wurden. Im Februar 2009 wurden in Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Juden in Burg-Gräfenrode „Stolpersteine“ verlegt, auch in der Freihofstraße, wo Familie Kirschberg wohnte. Im Rahmen dieser Verlegung von „Stolpersteinen“ bekam die Karbener Initiative Stolpersteine Kontakt zu Klärchen Kirschberg (verheiratete  Clare Zweig), besuchte sie und ihren Mann Arnold Zweig in Hollywood (FL)  und dokumentierte ihr Leben in dem Film „Klärchen – Flucht in eine fremde Welt“, der inzwischen mehrmals im Karbener Kino „Cinepark“ gezeigt wurde. Pressebericht >hier / Film-Trailer >hier. Es ist die Geschichte eines jungen jüdischen Mädchens aus Burg-Gräfenrode, das nach ihrer Flucht nach England in London, Liverpool, Nottingham, New York und Pittsburgh immer wieder neu beginnen musste. Zusammen mit weiteren Interviews von Zeitzeugen, Weggefährten und Historikern ist eine Dokumentation  über die Zeit vor und während des Nationalsozialismus in Karben entstanden, die auch das weitgehend unbekannte Thema der rettenden Kindertransporte beleuchtet. Im  Mai 2011 besuchte Klärchen Kirschberg ihre Heimatstadt. Im Karbener Bürgerzentrum wurde der Film mit einem anschließenden Podiumsgespräch mit ihr gezeigt. Mehr über den Besuch in Karben >hier.        Video von der Veranstaltung   >hier. Auch Schülerinnen und Schüler der Kurt-Schumacher-Schule interessierten sich für ihre Lebensgeschichte. Im Sept 2012 war es sogar möglich, sich in einer Life-Schaltung in die USA per Internet zu sprechen und sehen.   Als Zeichen Ihrer Verbundenheit zu Ihrer Heimat trat Klärchen Kirschberg im Jahr 2013 der „Bürgerstiftung Unser Karben“ als Zustifterin bei. Im März 2014 verstarb sie in Hollywood (FL) im Alter von 91 Jahren. Am 28. Juni 2017 wird um 18 Uhr am Straßenschild „Klärchenweg“ ein kleines Zusatzschild mit einem Hinweis auf Klärchen Kirschberg angebracht. Nach dem offiziellen Teil mit Bürgermeister Guido Rahn und Ortsvorsteher Karlfred Heidelbach ist vorgesehen, den „Klärchen-Film“ in der evangelischen Kirche in Burg-Gräfenrode zu zeigen. Der Heimat und Kulturverein Burg-Gräfenrode, die evangelische Kirchengemeinde Burg-Gräfenrode und die Karbener Stolperstein-Initiative laden herzlich ein.
Das Foto zeigt Clare Zweig im Januar 2014 beim letzten Besuch der Karbener Stolperstein-Ininitiative in Hollywood (FL).