Initiative “Stolpersteine in Karben”
Initiativen-Kalender: 2017
Jahr 2017
Zur Transparenz der Abläufe innerhalb der Initiative  sind hier in zeitlicher Folge die einzelnen Aktivitäten aufgelistet für das 
28. Juni 2017 In einer Gemeinsamen Veranstaltung des Heimat und Kulturvereins Burg-Gräfenrode, der Evangelische Kirche Burg-Gräfenrode und der Initiative >Stolpersteine in Karben< wird der „Klärchenweg“ in Burg-Gräfenrode „eingeweiht“ Berichte der Presse >hier   Alle Bilder können durch anklicken vergrößert werden (Fotos: Patrice Ganel, Karben) Nicole Mik, Schülerin der Kurt-Schumacher Schule, begleitete die Veranstaltung(en) musikalisch. Am Straßenschild wird ein ein Zusatzschild mit einem Hinweis auf Klärchen Kirschberg angebracht. Nach dem offiziellen Teil mit Bürgermeister Guido Rahn und Ortsvorsteher Karlfred Heidelbach war der „Klärchen-Film“ in der evangelischen Kirche in Burg-Gräfenrode zu sehen. „Ich habe mein Burg-Gräfenrode nie vergessen“, sagte Klärchen Kirschberg im Mai 2011 bei einer Veranstaltung im Karbener Bürgerzentrum bei ihrem letzten Besuch in ihrer Heimat.     Mehr zum Besuch in Karben >hier 1922 erblickte sie in der Freihofstraße in Burg-Gräfenrode das Licht der Welt und hatte, wie sie sagte, eine sehr glückliche Kindheit. Dass sie jüdischen Glaubens war, bereitete ihr im Dorf keinerlei Probleme. Einmal durfte sie sogar beim Krippenspiel in der evangelischen Kirche als Engel mitwirken: „Man hatte mir riesige - mit Gänsefedern beklebte - Flügel umgehängt“. Als die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden auch Burg-Gräfenrode erreichte, floh sie im April 1939 - mit 16 Jahren mit einem Kindertransport nach London. Auch ihre Eltern sollten ihr nach England folgen, was aber einige Monate später der Beginn des Krieges zunichtemachte. Erst nach dem Krieg erfuhr sie, dass ihre Eltern, wie fast alle ihre Verwandten, deportiert und ermordet wurden. Im Februar 2009 wurden in Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Juden in Burg-Gräfenrode insgesamt 11 „Stolpersteine“ verlegt, auch in der Freihofstraße, wo Familie Kirschberg wohnte.  Mehr zur Verlegung der Stolpersteine in der Freihofstraße >hier Im Rahmen dieser Verlegung von „Stolpersteinen“ bekam die Initiative >Stolpersteine in Karben< Kontakt zu Klärchen Kirschberg (verheiratete  Clare Zweig), besuchte sie und ihren Mann Arnold Zweig in Hollywood (FL)  und dokumentierte ihr Leben in dem Film „Klärchen – Flucht in eine fremde Welt“, der inzwischen auch mehrmals im Karbener Kino „Cinepark“ gezeigt wurde. Es ist die Geschichte eines jungen jüdischen Mädchens aus Burg-Gräfenrode, das nach ihrer Flucht nach England in London, Liverpool, Nottingham, New York und Pittsburgh immer wieder neu beginnen musste. Zusammen mit weiteren Interviews von Zeitzeugen, Weggefährten und Historikern ist eine Dokumentation  über die Zeit vor und während des Nationalsozialismus in Karben entstanden, die auch das weitgehend unbekannte Thema der rettenden Kindertransporte beleuchtet. Mehr zum Film >hier Im  Mai 2011 besuchte Klärchen Kirschberg ihre Heimatstadt. Im Karbener Bürgerzentrum wurde der Film mit einem anschließenden Podiumsgespräch mit ihr gezeigt. Auch Schülerinnen und Schüler der Kurt-Schumacher-Schule interessierten sich für ihre Lebensgeschichte. Im Sept 2012 war es sogar möglich, sich in einer Life-Schaltung in die USA per Internet zu sprechen und zu sehen. Mehr zum Skypen mit Klärchen Kirschberg >hier Als Zeichen Ihrer Verbundenheit zu Ihrer Heimat trat Klärchen Kirschberg im Jahr 2013 der „Bürgerstiftung Unser Karben“ als Zustifterin bei. Mehr zur Spende „Bürgerstiftung Unser Karben“ >hier Im März 2014 verstarb sie in Hollywood (FL) im Alter von 91 Jahren.