Initiative “Stolpersteine in Karben”
Presseberichte 2012
Für die umfangreiche Berichterstattung bedanken wir uns bei: Blickpunkt Karben, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Neue Presse, Frankfurter Rundschau, Karbener Zeitung, Rhein-Main-News, Das Stadtmagazin, Wetterauer Wochenboten, Wetterauer Wochenpost, Wetterauer Zeitung
20. Nov. 2012  (215)                                  Karben sucht Jüdisches “Frankfurter Neue Presse”  Text >hier November-Ausgabe 2012 (214) “Blickpunkt Karben” 09. Nov. 2012 (213)     “Wetterauer Zeitung” 13. Nov. 2012 (212) “Wetterauer Zeitung” 10. Nov. 2012 (211) “Frankfurter Neue Presse”   Text >hier 6. Sept. 2012 (210) “Frankfurter Neue Presse” September 2012 (209) “Gemein(de)sinn” Gemeindebrief der ev. Kirchengemeinden in Karben Juni 2012 (208) “Blickpunkt Karben” 31. Mai 2012 (207) “Wetterauer Wochenbote” 15. Mai 2012 (206) “Wetterauer Zeitung”   Karben (cf). Auf große Resonanz in der Bevölkerung stieß die Verlegung von acht neuenStolpersteinen in Okarben und Groß-Karben. Die vom Kölner Künstler Gunter Demnig ins Trottoir vor den einstigen Wohngebäuden jüdischer Mitbürger oder politisch Verfolgter eingelassenen Steine aus Messing sind Mahnung. Sie erinnern in Okarben an den Schuhmachermeister Heinrich Agel, der KPD- und Naturfreunde Mitglied war, vom Nachtwächter G. denunziert und als 23-Jähriger ins KZ Osthofen interniert wurde. Dort war er schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Über seine Zeit im KZ hat der zurückhaltende, ruhige Protestant wenig gesprochen, wie seine Tochter Hannelore Kühn, Schwager Anton Kühn und die Enkelinnen Petra Axtmann und Sabine Kühn berichten. Sie nahmen wie Bruder Edgar Agel, Schwägerin Ingrid und EnkeltochterVera Stiller an der Stolpersteinverlegung  vor dem Gemeindehaus teil. Heinrich Agel wurde zur Last gelegt, in der früheren Gaststätte Gräf gesagt zu haben: »Solchen Kack unterschreibe ich nicht … und überhaupt, unter solche Obhut stelle ich mich nicht.« Folge seiner Inhaftierung 1933 waren gravierende gesundheitliche Schäden und massive berufliche und finanzielle Einbußen, wie Hartmut Polzer nach der Begrüßung durch Stadtverordneten- vorsteherin Ingrid Lenz verlas. Auch die Angehörigen mit Familien des Weißbinders Heinrich Clarius waren in die Parkstraße 23 zur Verlegung gekommen. Es waren die Enkel RalfWagner aus Steinbach, Christel Bührlen aus Schwaigheim bei Stuttgart und Winfried Böchner aus Friedberg. Letzterer sagte: »Unser Opa hat uns immer erzählt, dass beim Fackelzug der Pfarrer in der ersten Reihe mitmarschierte.« Die Familie besitzt noch viele Briefe, die der Vorfahr aus dem KZ in Sütterlinschrift nach Hause schrieb. Nazi-Bürgermeister Flach organisierte 1935 die Demonstration vor dem Clarius-Haus und warf dem Parteilosenein Jahr später »marxistische Propaganda« und Verhöhnung des Führers vor. Das führte erst zu einer Geldstrafe von 65 Mark und später zur Verschleppung des Veteranen aus dem Ersten Weltkrieg ins KZ Dachau, wie Erik-Lan Do Dinh verlas. Isidor und Bertha Kulb flohen mit ihren Kindern Bella und Erich erst nach Frankfurt und dann weiter nach Montevideo in Uruguay. Gisela Koeser- Ruhl, die heute im Haus der Familie Kulb wohnt, las aus einem in einer Flasche bei Umbauarbeiten entdeckten Brief vom 8. 5.1936 vor: »Im Jahr 1933 kam… ein neuer Geist in die deutschen Volksgenossen... Juden und Gesindel haben keine Herrschaft mehr... Ihre  Sonne am Himmel hat ausgescheint. Denn nur der Jude war… unser Unglück, Heil Hitler.« Die letzten beiden Stolpersteine in diesem Jahr wurden in der Bahnhofstraße 4 zu Ehren von Adelheid Grünebaum und Tochter Lili verlegt. Die hatten sich 1938 vor den randalierenden Nazihorden nach Hamburg gerettet. Adelheid Grünebaum soll 71-jährig in Hamburg verstorben sein, Lilli wurde als 35-jährige drei .Jahre später ins Ghetto Lodz deportiert und im nahe gelegenen Vernichtungslager Chelmo ermordet. Corinna Danzer spielte zu Ehren der Groß-Kärber auf dem Altsaxofon den Jazztitel »Alone together«. Rabbi Andrew Stelman, dessen Eltern vor dem Naziterror ins Exil flohen, zitierte seinen Vater: »Nicht die Deutschen haben versagt, sondern die Menschheit.« Diese Steine seien nicht in die Vergangenheit gerichtet, sondern in die Zukunft. Mit den Steinen und der Menschenkette »nehmen wir die Männer, Frauen und Familien in unsere Mitte und holen sie damit dahin zurück, wo sie eigentlich hingehören«. Gunter Demnig sagte: »Wer die Steine lesen will, muss zwangsläufig eine Verbeugung vor den Opfern machen.« (Wetterauer Zeitung vom 15. Mai 2012) 15. Mai 2012 (205) “Frankfurter Rundschau”                                                                              Text: >hier 15. Mai 2012 (204) Frankfurter Neue Presse”                  Text: >hier 12. Mai 2012 (203) (Wetterauer Zeitung)  12. Mai 2012 (202) (Frankfurter Neue Presse)   Text >hier 11. Mai 2012 (201) (Wetterauer Zeitung) 10. Mai 2012 (200) “Frankfurter Neue Presse”                                                                                                                                       >>>>>>>>>Text hier 10. Mai 2012 (199) “Karbener Zeitung” - Stolpersteine - 10. Mai 2012 (198) “Karbener Zeitung”   - Vortrag - 08. Mai 2012 (197) “Wetterauer Zeitung” - Dr. Dieter Wolf” zeichnet jüdische Schicksale nach - 08.Mai 2012 (196) “Frankfurter Rundschau” - Vortrag in Karben - 07. Mai 2012 (195) “Frankfurter Neue Presse” - Als aus Nachbarn Juden wurden - 02. Mai  2012 (194) “Wetterauer Wochenbote” 14. März 2012 (193) “Karbener Zeitung”      Text >hier 14. März 2012 (192) “Franfurter Rundschau”    Text >hier 14. März 2012 (191) “Wetterauer Zeitung”   Text >hier 13. März 2012 (190) “Frankfurter Neue Presse” Text >hier 10. März 2012 (189) “Wetterauer Zeitung” - Stolpersteine sollen wieder sauber werden - 10. März 2012 (188) “Frankfurter Rundschau” Reinigung der Stolpersteine Karben – Aktion am Montag Text >hier 10. März 2012 (187) “Frankfurter Neue Presse” Stolpersteine werden geputzt Text >hier
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