Initiative “Stolpersteine in Karben”
Bündnis  “Für ein offenes Karben - NULL Toleranz bei Rechtsextremismus”
Auf dieser Seite informieren wir über das Bündnis “Für ein offenes Karben - NULL Toleranz bei Rechtsextremismus”. Die Initiative “Stolpersteine in Karben” ist Mitglied dieses Bündnisses.
In den letzten Jahren haben sich vor dem Hintergrund des diskutierten Verbots der NPD immer wieder Gruppen gebildet, um in der rechtsextremen Szene als “Auffangbecken”zu fungieren. Die “Identitäre Bewegung”, tritt bundesweit  massiv islamfeindlich auf. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet und von diesem als rechtsextrem bezeichnet. Weitere Berichte: “Spiegel online” am 1. Feb,2013 über die sogenannte “Neue Rechte”, besonders über die “Identitären”, Mehr >Hier “Die Zeit online” am 21. März 2013 Mehr >Hier
Karben wehrt sich gegen “Neue Rechte” + “Projektwerkstatt” in der Bahnhofstraße + “Identitäre Bewegung” + “Institut für Staatspolitik” Hintergründe +Video Hier
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Karben, 19. Mai 2013 Bereits seit mehreren Tagen tauchen in Karben an einzelnen Stellen Aufkleber der "Identitären Bewegung" auf, besonders mit islamfeindlichem Inhalt. In der Bahnhofstraße, direkt neben der Moschee der  Türkisch Islamische Gemeinde zu Karben, wird ein Laden eröffnet (Bild rechts), in dem diverse Werbematerialien der "Identitären Bewegung Deutschlands" angeboten werden (siehe Bild unten). Zur gleichen Zeit veröffentlicht die “Identitäre Bewegung Deutschlands” im Internet folgende Meldung (Quelle: www.facebook.com/identitaere/posts/598727780145285): "Am vergangenen Samstag kamen Identitäre aus dem Rhein-Main-Gebiet in Karben bei Frankfurt zusammen, um in Zusammenarbeit mit dem Institut für Staatspolitik (IfS) den Grundstein für eine "Identitäre Projektwerkstatt" zu legen. Treffen in Kaffeehäusern, Kneipen oder Parteibüros sind kurzfristig gute Ausweichmöglichkeiten, doch mit der Zeit wünscht sich ein jeder einen kontinuierlichen Treffpunkt. Diese Möglichkeit bekommen nun die Identitären aus dem Rhein-Main-Gebiet."  und  "Hier können eigene Studien erarbeitet sowie Projekte und Aktionen vorbereitet werden. Für politische Vorträge, Zwischentage und Arbeitsphasen eignen sich die Räumlichkeiten ebenfalls bestens. Die Zwischentage der Identitären werden jeden Monat in diesen Räumlichkeiten stattfinden. Dazu sind auch Gäste herzlich eingeladen." (Zitat Ende) 22. Mai 2013 Nachdem sich in Karben erster Widerstand formiert hat, werden alle Materialien der “Identitären Bewegung” aus dem Schaufenster des Ladens in der Bahnhofstraße genommen. 24. Mai 2013 Pressekonferenz der Stadt Karben, Kurt Schumacher Schule, Türkisch Islamische Gemeinde zu Karben und Initiative “Stolpersteine in Karben” zur Unterrichtung der Karbener Bürgerinnen und Bürger 25. Mai 2013 Stadt Karben, Kurt-Schumacher-Schule, Ausländerbeirat, Deutsch-Ausländischer Freundschaftskreis e.V., DITIB Türkisch Islamische Gemeinde zu Karben e.V. und die Initiative "Stolpersteine in Karben" beginnen mit den Vorbereitungen für  eine Informationsveranstaltung bei dem ein Bürgerbündnis gegründet werden soll. 27. Mai 2013 Erstes Gespräch der Veranstalter-Gruppe mit dem Ladenbetreiber in der Bahnhofstraße, der auch Hausbesitzer ist. Ziel war, den Laden wieder “normal” zu vermieten und den Aufruf zurückzunehmen, dass sich “Identitäre und Freunde der rechten Szene”  aus der gesamten Rhein-Main-Region in Karben treffen. Ein Ergebnis war jedoch nicht zu erzielen... 03. Juni 2013 Zahlreiche Plakate werden in allen Ortsteilen der Stadt Karben aufgestellt. Gleich einen Tag später werden einige Plakate beschmiert bzw. mit Auflebern der “Identitären” beklebt. 10. Juni 2013 Zweites Gespräch der Veranstalter-Gruppe mit dem Ladenbetreiber in der Bahnhofstraße, der auch Hausbesitzer ist. Auch bei diesem Gespräch konnte keine Einigung erzielt werden. 13. Juni 2013:  Etwa 500 Bürgerinnen und Bürger gründen im Bürgerzentrum in Karben das Bündnis “Für ein offenes Karben - NULL Toleranz bei Rechtsextremismus”   (Presseberichte >Hier) Rechtsextremismus hat viele Gesichter. Gruppierungen, die schwarz gekleidet mit Springerstiefeln aufmarschieren, sind hinlänglich bekannt. Nicht gleich auf Anhieb zu erkennen sind Gruppierungen der sogenannten "Neuen Rechten", die mehr oder weniger verschleiert ihr antidemokratisches Gedankengut verbreiten und mit dem Aufgreifen von Stimmungen in der Bevölkerung Anhänger zu werben versuchen. Woran erkennt man sie? Wer verbirgt sich hinter ihnen? Welche Gefahr geht von ihnen aus? Diese und andere Fragen behandelt Herr Professor Dr. Benno Hafeneger vom Institut für Erziehungswissenschaft -der Philipps-Universität in Marburg. Anschließend informiert Herr Andreas Balser von der Antifaschistischen Bildungsinitiative Friedberg e.V. über rechtsextreme Aktivitäten in der Wetterau. Die beiden Referenten gehen auch auf die aktuelle Situation in Karben ein, wo sich in einer “Projektwerkstatt” in der Bahnhofstraße sogenannte “Identitäre” und ihre Freunde aus dem gesamten Rhein-Main Raum treffen und Aktionen beraten wollen (Aufruf oben unter 19, Mai). Gleich zu Beginn der Veranstaltung kommen Schülerinnen und Schüler der Kurt-Schumacher- Schule auf die Bühne und weisen in einem kurzen Statement darauf hin, dass auch an ihrer Schule kein Platz für Rechtsextremismus ist. Fotos von der Veranstaltung am 13.6.13: Patrice Ganel  Die Moderation der Veranstaltung hat Herr Andreas Hofmann, Journalist,  übernommen Bei der Aussprache zu den Referaten versuchen einige Freunde des Ladenbesitzers in der Bahnhofstraße die Versammlung zu stören.   Unter dem Beifall der Bürgerinnen und Bürger werden jedoch die Störenfriede des Saales verwiesen. Am Ende der Versammlung wird das Bürgerbündnis Für ein offenes Karben - NULL Toleranz bei Rechtsextremismus beschlossen. Alle Bürgerinnen und Bürger, die in das Bürgerzentrum gekommen waren, stimmen diesem zu. Mehr zur sogenannten “Projektwerkstatt Karben”: (Logo anklicken): Berichte der Presse >Hier 28. Juli 2013:  Nachdem inzwischen an den bisherigen Stellen weniger Aufkleber aufgetaucht sind, ist nun in einer Straße in Burg-Gräfenrode kein Laternenpfahl mehr “ohne”. Einige besonders üble islamfeindliche Aufkleber, die den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllten, waren in einer Seitenstraße zu finden. Sie wurden entfernt und der zuständigen Polizeidienststelle übergeben... August 2015 Derzeit kann man davon ausgehen, dass der geplante wöchentliche Treffpunkt in der Bahnhofstraße für Rechtsextreme aus dem gesamten Rhein/Main Gebiet (z.B. der "Identitären Bewegung") in Karben verhindert werden konnte. Neue Aktivitäten der Karbener “Projektwerkstatt” sind im Ort (und auch im Internet) nicht festzustellen. Dezember 2015 Es wird bekannt, dass der Karbener Ladenbesitzer wieder mehr in Schnellroda beim “Institut für Staatspolitik e.V.” (IfS) aktiv ist. Er war oder ist dort nicht nur seit vielen Jahren Mitglied, sondern auch Vorsitzender dieses eingetragenen Vereins. Im November hielt er beispielsweise die Begrüßungsrede für AfD Frontmann Höcke, der in Schnellroda erneut mit seinen rassistisch-völkische Reden in die Schlagzeilen geriet: Herbstkongreß Instituts für Staatspolitik e.V. am 21. November 2015 in Schnellroda ... Tagesordnung: Nach Anreise, Besichtigung des Ritterguts Schnellroda mit Kaffeetisch und Bücherverkauf... 18:00 Uhr: Begrüßung durch Andreas Lichert 18:30 Uhr: Vortrag »Asyl – Eine politische Bestandsaufnahme« von                   Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag 19:30 Uhr: gemeinsames Abendessen, danach geselliger Abend ... ... Mehr dazu: ARD-Sendung “Panorama” >>>HIER März/April 2016 In der Nacht zum 31. April wurden im “Laden in der Bahnhofstraße” die Scheiben der Schaufenster und die der Eingangstür  eingeschlagen und zusätzlich schwarze Farbe versprüht. Unmittelbar nach der Tat hat sich eine “Frankfurter Aktivisten-Gruppe” dazu bekannt. Für das >Bündnis offenes Karben< galt und wird weiterhin gelten: Nur ein gewaltfreier Weg führt zum Erfolg.   Pressemeldung der “Frankfurter Neue Presse” vom 6.4.16: “Angriff verzögert Hundesalon-Eröffnung” >hier August 2016 Bundesverfassungsschutz stellt „Identitäre Bewegung“ unter Beobachtung Die rechte „Identitäre Bewegung“ ist ins Visier von Verfassungsschützern des Bundes gerückt. Nach mehreren Landesämtern hat auch das Bundesamt für Verfassungsschutz die Gruppe unter Beobachtung gestellt. >>> Hier weiterlesen Andreas Lichert ist jetzt politisch tätig bei der AfD, u.a. ist er Mitglied im Vorstand der AfD Wetterau. Oktober 2016 Nachdem der ursprünglich für rechtspopulistische Gruppen vorgesehene Laden monatelang verwaist war, hat hier nun ein neuer Mieter ein “richtiges Geschäft” eröffnet. Pressemeldung der „Frankfurter Neue Presse“ vom 11.10.2016 >hier August 2018 Andreas Lichert kandidiert bei der AfD auf Platz sieben der hessischen Landesliste für den Bundestag. Er bestätigt, “Bevollmächtigter eines Eigentümers einer Imobilie“ in Leipzig zu sein, zu deren Mietern die «Initiative Ein Prozent» gehört, die auf ihrer Homepage auf ein Netzwerk verweist, zu dem zahlreiche identitäre Gruppierungen gehören. (Pressemeldung der „Frankfurter Rundschau“ vom 28.8.2017 >hier) Auf dieser Seite ganz nach oben     >>>hier